Luberon
Eine Installation von Verena Waffek im Atelier- und Galeriehaus Defet, 2019

Die Landschaft um die Gebirgskette Luberon in der Provence Südfrankreichs ist Namensgeber der Ausstellung. Gebirge und Landschaft verantworten die Farbgebung der installativen Arbeit auf eine besondere Art. Linien werden in Bildobjekten platziert und wirken wie Meßtabellen eines offenen Systems. Sie werden in spielerischer Form und Liebe zum Detail gearbeitet, geschrieben.
Alles verfolgt ein Ziel – Farbe, Form, Abbild und Raum prägen die Wahrnehmung des Betrachters und bieten an, ihn in ein poetisches Werk um Kontrast und Binnenzeichnung zu führen.

siebentausendeinhundertsechsundzwanzig schöne Tage
Eine Installation von Verena Waffek im zumikon Nürnberg, 2018

Ich begoss die roten Heidelbeeren, die Sandkirsche und den Nesselbaum, die Rottanne und Schwarzesche, den weißen Wein und das Gelbveilchen, die sonst in der trockenen Jahreszeit hätten verdorren können. Dies ein Zitat aus »Walden« von Henry Thoreau und gleichzeitig eine feinsinnige Metapher für das künstlerische Tun von Verena Waffek. Die Zeilen – zu lesen in der Ausstellung
»Siebentausendeinhundertsechsundzwanzig schöne Tage«, die die Künstlerin in der lounge des zumikon eingerichtet hat – sprechen von großer Achtsamkeit und von einem behutsamen Umgang eines ebenso umsichtigen wie sensiblen Individuums.

Für die einzelnen Ebenen der lounge hat die Künstlerin miteinander verschränkte Ausstellungssituationen entwickelt, die sich inhaltlich aufeinander beziehen und thematisch durch das Wand füllende Zitat Thoreaus im Zwischengeschoss verwoben sind.

Text zur Ausstellung von Petra Weigle

Wir machen uns Säfte, so süß wir sie lieben, aus Walnußbaumspänen und Kürbis und Rüben
Eine Ausstellung von Verena Waffek in der Galerie Bernsteinzimmer Nürnberg, 2018

The Shakers Book, ein Geschenk von Freunden über die Tradition der handwerklichen Arbeit der Lebensgemeinschaft der Shaker, war für Verena Waffek Ideengeber zur Konzeption der Ausstellung in der Galerie Bernsteinzimmer. Die Gemeinschaft der Shaker zeichnet sich, unter anderem, durch eine hohe Arbeitsästhetik im Tun und die Ausprägung eines besonderen Gestaltungswillens aus. Durch Einfachheit und Umgang mit Materialien beeinflussten die Shaker, wie auch die arts and crafts Bewegung, die Moderne in Architektur und Design zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

In der Galerie Bernsteinzimmer zeigt Verena Waffek gesammelte Gegenstände, die für sie in ihrer handwerklichen Fertigkeit besonders sind. Bestandteil der installativ aufgebauten Ausstellung sind vorhandenes Mobiliar der Galerie und speziell für die Ausstellung geschaffene Objekte und Zeichnungen. Zentrale Arbeit im Raum ist ein nachgebildeter Steinofen, Shaker Brick Oven Baked Beans.
Helga von Rauffer

Blumen für Louise Bourgeois
Eine Ausstellung von Verena Waffek in der Kornhausgalerie Weingarten, 2017

In Verena Waffeks Installationen werden Zeichnungen und Objekte in eine vielstimmige Ikonografie überführt um die Idee des gefundenen Gegenstandes mit dem geschaffenen Objekt zu großer künstlerischer Kraft zu verknüpfen. Die komplexe Formensprache verweist auf eine intensiv empfundene Realität.
Petra Weigle

Alice’s restaurant
Eine Installation von Verena Waffek im Atelier- und Galeriehaus Defet, 2016

Alice und Ray, Hippies und Freunde des Musikers Arlo Guthrie, hatten 1960 eine Kirche nahe New York gekauft um eine Heimat für sich und einen Treffpunkt für Gleichgesinnte zu schaffen. Alice eröffnete dort mit Hilfe ihrer Freunde ein Restaurant – einen Ort der Kommunikation… You can get anything you want at Alice’s Restaurant.

In-finitum
Eine Ausstellung von Verena Waffek in der Galerie Bernsteinzimmer zusammen mit den Kindern des Kinder- und Jugendateliers, 2015

Holzblumen für Louise Bourgeois
Eine Installation von Verena Waffek im Atelier- und Galeriehaus Defet, 2015

Louise Bourgeois mochte keine Schnittblumen. Jedes Mal, wenn ihr jemand einen Blumenstrauß brachte, ließ sie ihn auf die Stufen der Kirche gegenüber ihres Hauses legen. Trotz alledem zeichnete und malte Louise oft und gerne Blumen. Paradox.
B. Conand

Boskett
Eine Ausstellung von Verena Waffek im Museum Villa Rot, 2014

Autonome und angewandte Zeichnungen bilden das Fundament der Installation Boskett im Museum Villa Rot. Boskett oder lebosquet (fr.) bezeichnet ein Wäldchen, einen intimen Winkel eines Gartens der meist wie ein Innenraum genutzt wird. Recherchen über die Pflanzenvielfalt Oberschwabens bilden die Grundlage einer fiktiven Wanderung durch die Gegend um Rot, Burgrieden, den Landkreis Biberach und Ulm. Nebeneinander gesehen öffnen eine Vielzahl von Naturzeichnungen und Zeichnungen möglicher Fundorte den Raum für eigene Assoziationen des Museumsbesuchers, des Betrachters. Die Idee, das Erlebnis Natur bestimmt die Materialgebung und die Umsetzung der Einzelarbeiten. Sie sind nach Ort und Kontext installiert. Bestimmend für die Installation ist ein Grundtonder aus dem mittleren Farbregister kommt. Das Farbvolumen ist durchgehend gleichmäßig und relativ leise.

Le chambre de Paula
Eine Installation von Verena Waffek im Atelier- und Galeriehaus Defet, 2014

Die Stuga von Paula steht am Ufer eines Sees. Sie hat eine feste Konstruktion und kann so auch im Winter genutzt werden. Das Grundstück von 600 qm hat einen Gartenanteil für Obst und Gemüse. Hier sucht Paula Erholung von ihrem kreativen Arbeitsalltag.

Natur / Altmühlsee
Eine Ausstellung im Museum Wolfram von Eschenbach in Wolframs-Eschenbach, 2013

Ein 200 Hektar großes Naturschutzgebiet, die Vogelinsel im Altmühlsee, ist Gegenstand ästhetischer Erkundungen für die Ausstellung anlässlich der Preisverleihung des Wolfram-von-Eschenbach-Preises 2013.

Tuschezeichnungen auf geschwärztem Bütten zeigen die Topografie des Vogelparadieses. Wie auf einer naturkundlichen Schautafel entfaltet sich der ornithologische und botanische Reichtum auf einem untragbaren Seidenkleid. Alles Unmittelbare bleibt Illusion laut der philosophischen Erkenntnis, dass das Natürschöne nur ein Reflex des Kunstschönen ist.